Der SAP Garden im Münchner Olympiapark ist ein architektonisches Meisterwerk des dänischen Büros 3XN Architects in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten Latz + Partner . Die Arena wurde auf dem Gelände des ehemaligen Radstadions errichtet und fügt sich harmonisch in die denkmalgeschützte Parklandschaft ein.
Die Architekten und Ingenieure reagierten auf die gepflegte Parklandschaft und die nahe gelegenen Sportanlagen, die von Günter Behnisch und Frei Otto für die Olympischen Sommerspiele 1972 entworfen wurden. 3XN hat für das Gebäude eine asymmetrische, organische Form entwickelt, die an das Olympiaprojekt von Behnisch und Otto anknüpft, aber auch die sanften Hänge der umgebenden Grünfläche aufgreift. Die Sensibilität der Architekten für die Topografie führt zu einem Gebäude, das sich in der Landschaft aufzulösen scheint.
Das Ingenieurbüro Buro Happold spielte eine maßgebliche Rolle bei der Planung und Realisierung des SAP Garden in München. Eine der größten Herausforderungen bestand darin, die neue Arena sensibel in die Topografie des historischen Olympiaparks einzubetten. Um die charakteristischen Sichtachsen zur benachbarten, von Günter Behnisch entworfenen Olympiahalle zu bewahren, wurde eine strikte Höhenbegrenzung von 21,5 Metern festgelegt. Buro Happold entwickelte hierfür ein innovatives Konzept, bei dem große Teile des Gebäudes in den Untergrund verlegt wurden. Dies erforderte anspruchsvolle statische und bautechnische Lösungen, insbesondere hinsichtlich Grundwasserabdichtung und Hochwasserschutz.
Auch die technische Gebäudeausrüstung wurde neu gedacht: Statt die Anlagen auf dem Dach zu platzieren, integrierte man sie in die unteren Ebenen, um die visuelle Kontinuität der Parklandschaft nicht zu stören. Die oberen Ebenen hingegen wurden – teilweise vom Hauptdach abgehängt – so gestaltet, dass sie trotz ihrer Funktionalität die charakteristische Leichtigkeit des Olympiaparks respektieren.
www.sapgarden.com
Fotos: Angelo Kaunat / Rasmus Hjortshoj






